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Krautsander Olli Bluhm holt sich den WM-Titel Finale wird im Regen zur Schlammschlacht:
Drochtersen-Krautsand. Die Formel 1 der Rasenmäher-Trucks auf der Elbhalbinsel Krautsand bleibt ein Anziehungspunkt. Bei der 13. Weltmeisterschaft, ausgerichtet vom K R C, gingen am Vatertagnachmittag wieder über 30 Piloten mit ihren knatternden Kisten an den Start. Eine Menge Material ging zu Bruch, der Mut der Rennfahrer wurde auf eine harte Probe gestellt. Als neuer Weltmeister ließ sich mit Oliver Bluhm mal wieder ein Krautsander feiern. Er hatte den Titel im Jahre 2005 schon einmal geholt.
Der Race-Club präsentierte mit den Teilnehmern bei dem ungewöhnlichen Rennzirkus einmal mehr eine spektakuläre Show. Vom Deich aus bestaunten mehrere tausend Zuschauer die Leistungen von Menschen und Maschinen auf der zum Teil matschigen und hügeligen Bahn. Einige hatte ihren Bollerwagen voll beladen, um keinen Durst erleiden zu müssen. Andere machten ein richtiges Picknick auf dem Rasen. Die Rennläufe auf dem Rundkurs störten sie dabei nicht. Beim Rennmodus waren technische Veränderungen vorgenommen worden. Die Rasenmäher-Trecker, an denen viele Teilnehmer mit ihren Crews wochenlang geschraubt hatten, durften erstmalig mit Differentialsperren fahren. Allein das versprach nach langsamen Rennen in den vergangenen Jahren mehr Spannung und wesentlich schnellere Rundenzeiten. Bei den Rennen flogen die Fetzen.
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Reiner Wilke aus Bad Salzuflen blieb schon gleich in der Vorrunde auf der Piste hängen. "Da hat man nun so lange an der Maschine gebastelt, dann das", grummelte er ein wenig ärgerlich. Die Antriebswelle war zerborsten, für Wilke war der Traum von der Weltmeisterschaft schnell vorbei. Nicht anders erging es Ingo Dralle vom Gockelteam des gastgebenden Krautsander Race-Clubs. Er schaffte bei den Vorläufen die schnellste Zeit. Aber er kam nicht weit genug. Nach nur 500 Metern blieb sein Trecker stehen. Der Motor hatte seinen Geist aufgegeben. Mit markigen Sprüchen führte der Krautsander Pastor Bernhard Pippirs durch das Programm. "Mensch ist der arrogant, der macht auf der Bahn sogar das Licht an", meinte er zu einem Fahrer. Beeindruckt äußerte er sich über den Rennfahrer Bischof. "Der ist ja mehr als ich, ich bin nur Pastor." "Mach weiter", rief er ihm zu, "dann kannst du noch Papst werden." Alte Hasen und jugendliche Greenhorns des Rennsports nahmen an den Rennen teil. Alle mit dem gleichen Mut, dem gleichen Temperament und dem gleichen Herzblut. Wer den Fuß vom Gas nahm, der hatte verloren. Es zählte Tempo auf der Bahn. Fahrfehler konnten die Teilnehmer ganz schnell aus der Bahn werfen. Nach kräftigem Regenguss wurde der Finallauf zu einer Schlammschlacht. Oliver Bluhm behielt die Nerven und setzte sich gegen die Konkurrenz durch. Den zweiten Platz belegte Engelbert Gehring aus Ochtrup vor Hansi Schmidt aus Nümbrecht. Quelle: STADER TAGEBLATT, 22.05.2009
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